Seite Drucken

Die 321 navchallenge 2007 ist beendet!

zeige musterlösung, auswertung und Preisziehung

neu 10.01.08: Handwerkliche Hinweise zu google earth

Achtung Kursänderung im text vorgenommen:
ab dem wendepunkt vor polygone range beträgt der kurs 185 statt 175 Grad!!!!

regeländerung: alle bisherigen und zukünftigen lösungen können bis zum stichtag in überarbeiteter form beliebig oft neu eingesendet werden!!

Einleitung

Um den Jahresabschluß und den Sauwetter bedingten Hausarrest etwas kurzweiliger zu gestalten, veranstalten die 321 Tigers auf Ihrer Homepage einen Navigationswettbewerb. Um für alle Teilnehmer einen kleinen Anreiz zu schaffen, hat JET-PRINTS.COM hierfür einige Preise gestiftet, die unter den Einsendern der korrekten Lösung verlost werden. Es sind dies im Einzelnen:

  • Platz 1 und 2: Jeweils einen der schönen Tigerjet Kalender mit den 12 besten Tigerjets der 321 und 512 Tigers.
  • Platz 3: Aus der Sammler Serie das 4-Poster Set "Jets des Einsatzgeschwader 1"
  • Platz 4 und 5: Jeweils ein Poster nach Wahl.

Weitere Spenden von Firmen und Sponsoren werden gerne entgegen genommen und nachträglich in die Verlosung mit einbezogen.

Teilnehmer
Mitmachen kann jeder der Lust hat und sich zutraut die (einfache) Navigationsübung mit Hilfe von Google Earth (oder sonstiger Hilfsmittel) zu lösen. Die Aufgabe ist nicht zu schwer gehalten, damit auch Nicht-Profis eine Chance haben :-)))
Teilnahme Regeln

Erlaubt für die Lösung der Aufgabe sind alle Hilfsmittel, insbesondere natürlich das kostenlose Google Earth mit seinen bereits eingebauten Tools für Such- und Vermessungsaufgaben. Abschauen ist verboten ;-)) Jeder Teilnehmer darf max nur einen Lösungsvorschlag einreichen. Ihre Lösungsmail muß mindestens Ihren Namen und Vornamen, sowie nochmal die Email Adresse beinhalten.

Einsendeschluß ist der 15. Januar 2008.

Die Gewinner werden unter Ausschluss des Rechtsweges ausgelost. An der Auslosung nehmen alle Einsendungen mit der richtigen Lösung teil. Die Gewinner werden schnellstmöglichst per E-mail benachrichtigt. Die Preise werden ihnen zugesandt.

Flugregeln
  1. Ist der Wendepunkt ein Flugplatz, so erfolgt die Kurve immer über der Mitte der Startbahn drunter.
  2. Die Physik ist begradigt worden, und das Flugzeug besitzt deshalb keinen Wendekreis. Es dreht auf der Stelle. Der Flug erfolgt also Punkt zu Punkt auf gerader Linie.
  3. Die Reisegeschwindigkeit beträgt 420 Knoten (nautische Meilen [NM] pro Stunde) vom Abheben bis einschließlich letzter Wendepunkt. Danach Landegeschwindigkeit.
  4. Alle Kurse beziehen sich auf geografisch Nord, ohne Betrachtung der magnetischen Mißweisung für den Kompass.
  5. Wind Einflüsse werden vernachlässigt.
  6. Da es sich um einen Unterstützungsflug für Generalstabsoffiziere handelt, sind auch sämtliche Luftraumbeschränkungen außer Kraft gesetzt.
Die Aufgabe

Zwei Tiger Youngpunks haben den Auftrag einen Tigerjet für den Besuch eines Generalstabslehrgangs, mit 10 Minuten Besichtigung eines ECHTEN Tornados, sowie nachfolgend einem 20 Minuten langen Vortrag der Crew über das Flugzeug und das Einsatzkonzept, zum Gastflugplatz X zu bringen. Morgens um 6 Uhr starten sie vom Flugplatz Schleswig/Jagel auf der Startbahn 23, also in Richtung Südwesten.

Aufgrund der in Norddeutschland meist ganzjährigen kühlen Temperaturen, haben Ihre Triebwerke heute Super Schub und mit "full cooking burner" erreichen Sie mit Ihrem schweren 3-Tanker (2 Außentanks unter den Flügeln und einer unter dem Rumpf) am Startbahn Ende 420 Knoten und ausreichend Höhe, um mit "Wings 45 " auf ihren ersten Kurs eindrehen zu können.

Sure as hell, nach dem Ausrollen auf den ersten Kurs macht es 'Peng-Britzzzzl' und der Main Computer - der Hauptrechner der Maschine - hat den Dienst quittiert. Alle elektronischen Navigationsanzeigen und das heads-up display fallen für diesen Flug aus. Aufgrund der Wichtigkeit und hohen Priorität ihrer Mission - ihr Flugauftrag lautet: "Mission mit allen Vorschrift konformen Mitteln erfüllen" - und weil sie wirklich fit sind in der sog. 'Reversionary Navigation', also der 'Navigation zu Fuß mit Mitteln wie im Zweiten Weltkrieg', stellen sie sich der Herausforderung und setzen den Flug fort. Dummerweise ist dem WSO bei der letzten Tasse Kaffee vor Verlassen der Staffel, beim Scherzen mit der Küchenfee, eben derselbe über Karte und Flightlog geschwappt, so dass die Information darauf nur noch bruchstückhaft lesbar ist. In fast jeder Zeile fehlt ein Info Bit. Der Pilot hat sowieso keine Karte dabei, weil, dafür hat er ja seine elektronische Karte und/oder den WSO ;-))

Routinemäßig hatte der WSO beim Einleiten des Kurswechsels die Stopuhr gestartet. Auf Kurs 215 Grad erreichen sie nach 7 Minuten und 14 Sekunden ihren ersten Wendepunkt, einen der wenigen Marine Flugplätze.

Der Kurs für den nächsten Abschnitt ist leider nicht mehr entzifferbar. Die Crew weiß aber, dass es sich um einen weiteren Flugplatz handelt. Sie drehen auf einen geschätzten Kurs von 240 Grad und fassen nach kurzer Zeit ihren nächsten Wendepunkt "in 1 Uhr" visuell auf. Nach genau 5:23 Minuten und 37,7 NM Flugweg sind sie mittig darüber.

Um die deutsche Bevölkerung zu entlasten und etwas Fluglärm wieder zurück zu tragen, hatte man beschlossen auch einen Abstecher zu den NATO Freunden in die Niederlande zu planen. Also dreht man auf Kurs 256 und meldet sich ordnungsgemäß bei der zuständigen Flugsicherung an. 71,4 NM weiter ist man schon über dem nächsten Wendepunkt, dem niederländischen Militärflugplatz mit dem Begriff aus der Seglersprache im Namen. Leider versäumt es unsere Besatzung wegen sog. "Target Fixation" auf einen riesigen Käseroller Betrieb in "1-Uhr", die nächste Kurskorrektur einzuleiten und überschießt um 1:30 Minuten auf dem alten Kurs. Um den Faden wieder aufzunehmen fliegen sie 1:30 Minuten inkl. Kurve wieder zurück zum Wendepunkt.

Gemäß Flightlog und Karte beträgt der nächste Kurs 122 Grad. Einige Minuten später verläßt man das Staatsgebiet unseres kleinen freundlichen Nachbarn und ist wieder im Luftraum der Bundesrepublik. 13:35 Minuten nach dem Kurswechsel sollte man über dem nächsten Wendepunkt drehen. Aber wo ist er? Man hatte sich den im Tiefflug kaum erkennbaren Gedenkstein am Absturzort einer ME 262 mit dem WK II Fliegerass Major Walter Nowotny ausgesucht, im Bewußtsein, daß das sonst ausgezeichnete Navigationssytem des Tornado sie dort easily hin bringen würde. Jetzt verschlechtert sich die Sicht merklich auf knapp über 5 Km und eine halbe Minute vor dem errechneten Überflug hat die Crew noch immer keine visuelle Bestätigung einer Kleinstadt in der Nähe des Punktes. "Kann denn Löhne Bünde sein?" ist ein oft gehörter Spruch im Cockpit in dieser Situation. Da endlich erscheint der Mittellandkanal auf dem Radarschirm. Genau 2,5 NM vor dessen Erreichen befindet man sich über dem Wendepunkt und erkennt noch in der Schräglage des Kurswechsel den Gedenkstein unter sich.

Der nächste Wendepunkt ist wieder ein Flugplatz. Das Wetter und die Sicht sind besser geworden, so daß man schon von weitem die großen NATO AWACS B-707 Flugzeuge auf diesem Platz in der Nähe des Dreiländer Ecks Deutschland-Niederlande-Belgien erkennen kann. Leider war die Crew auf diesem ziemlich langen Teilstück beim Überflug des "Rheindahlen Military Complex" so von diesem fasziniert, und die Menschen von unten haben so nett gewunken, daß sie sich zu einer 360 Grad Kurve hat hinreißen lassen, was ihr 1:30 Min extra Flugzeit einbringt.

Nach dem Kurswechsel über der Mitte der Startbahn rollt der Tornado mit Kurs 138 aus. Der nächste Wendepunkt ist 7:16 Min entfernt und nicht nur berühmt durch seine Burg. Der Wendepunkt selbst liegt über der Brücke wo sich eine viel beachtete Strecke kreuzt. Schumi winkt von unten zu.

Weiter geht es Richtung Südosten. Der nächste Wendepunkt ist wieder über einem Flugplatz. "Kaytown", anstelle des Zungenbrechernamens für sie, nennen die Amerikaner die große Stadt daneben. Die Entfernung dorthin beträgt 59,4 NM.

Nach der Richtungsänderung über der Mitte der Startbahn führt der nächste Kurs in Richtung 175 185 Grad. "Polygone Range" liegt auf dem Weg und unsere Crew bittet um einen sog. "bootleg run", also einen ungeplanten Überflug, der ihr auch genehmigt wird. Unter Einbeziehung der Gelände Gegebenheiten, sowie durch extensives defensives manövrieren entziehen sie sich geschickt der Bedrohungen vom Boden, ohne dabei jedoch zu stark vom Kurs abzuweichen, oder Zeit zu verlieren. Gleich nach dem Bedanken und Abmelden von der Range fliegen sie in französischen Luftraum ein. Genau 13 Minuten nach dem letzten Wendepunkt sind sie über dem nächsten, einem französischen Militärflugplatz in der Rheinebene. Trotz angespannter Konzentration erlaubt sich die Crew einen Blick auf die reizvolle Landschaft in Form der Vogesen zur Rechten, sowie Kaiserstuhl und Schwarzwald zur Linken

Von Gefühlsduselei getrieben hatten sie bei der Planung beschlossen, den Wurzeln ihres Geschwaders nachzugehen und den Platz zu besuchen, auf dem dieses bis Ende 1993 beheimatet war. Nach etwas mehr als 1 Minute mit Kurs 97 Grad sind sie overhead. Die imposante Runway ist schon von weitem zu sehen, aber - mein Gott - was hat man aus dem einst schönsten Geschwader der Bundesluftwaffe gemacht? Viel ist nicht mehr übrig. Überall Industrie- und Handwerksbetriebe und dort, von wo einst die "famous five-one-one" zu den legendären SLAR Flügen entlang dem eisernen Vorhang aufbrach, liegt der Schrott eines Recycling Betriebes. Was hätte man doch aus diesem einst so stolzen Platz für einen schönen Golfplatz machen können, ist der letzte Gedanke unserer Crew ehe sie ihren Kurs um 10 Grad nach links korrigiert.

Weiter geht es grob Richtung Osten, dem Zielflugplatz immer näher kommend. Ihr nächster Wendepunkt beheimatet einmal jährlich das bekannte Tannkosh Event und besteht aus nicht mehr als einer Graspiste, einem Mini-Tower und ein paar Hütten. Kaum zu glauben, daß dort einmal im Jahr fliegerisch regelrecht der Punk abgeht.

Auch der kulturelle Aspekt sollte auf diesem high-value Navigationsflug nicht zu kurz kommen, weshalb unsere Crew geplant hat, einen Blick auf eines der eindrucksvollsten und größten Klöster im deutschen Raum zu werfen - natürlich aus für die Bevölkerung unten erträglicher Höhe von 2000 Fuß und nicht im Tiefflug. Ihr nächstes Leg führt sie also mit Kurs 118 Grad nach genau 9 NM direkt über den Punkt, wo Basilika und Klosterbau zusammenstoßen. Ehrfürchtig blickt unsere Crew im Kurvenflug nach unten.

Sie rollen aus mit Kurs genau nach Osten. Nach 3,8 Meilen taucht ihr nächster Wegpunkt im 30 Meilen Scale direkt am oberen Rand des Radarschirms auf. Es handelt sich um die größere von zwei Halbinseln am Südende eines der bekanntesten oberbayerischen Seen, der im übrigen den selben Namen trägt wie der Fluß der ihn speist und der heißt wiederum wie das Gebirge wo er entspringt. Berühmt ist dieser See auch für die jährlich am 1. April stattfindende Jet-Ski Saison Eröffnung der 321 Tigers.

Über diesem Punkt geht es fast 90 Grad nach links und auf Kurs 357 Grad nach Norden. 14,1 NM weiter ist der Tornado über dem letzen Wendepunkt vor der Landung, einem kleinen Sportflugplatz, der schon des öfteren in Fernsehfilmen und bekannten Serien wie "Tatort" zu sehen war.Genau overhead dreht die Crew in Richtung auf das Startbahnende ihres Zielflugplatzes ein, das genau 10,35 NM entfernt ist. "Before Landing Checks" wurden schon auf dem Weg nach Norden erledigt und der Tower cleared unseren Flug für einen "straight-in-full-stop". Nach kleineren Kurskorrekturen um sich auf der direkten Verlängerung der Landebahn abzusetzen und Verringerung der Geschwindigkeit auf Landegeschwindigkeit, landen unsere Freunde genau 2:15 Minuten nach dem letzen Wendepunkt.

Gleich nach dem Aussteigen erfährt unsere Besatzung, daß der Terminplan des Generalstablehrgangs wegen eines ungeplanten Weißwurst Essens total durcheinander geraten ist, und man deshalb auf die Besichtigung des Tornado und den (stundenlang ausgearbeiteten) Vortrag verzichtet.

Die Lösungsfragen

Und hier die Fragen die richtig zu beantworten sind, um an der Verlosung teilnehmen zu können:

  1. Auf welchem Flugplatz landen unsere Hot-Shots?
  2. Wie lange dauert dieser Flug vom Abheben bis zum Aufsetzen (+- 30 Sekunden)?
  3. Wieviele Kilometer ist die geplante Route lang (+- 50 Km)?
  4. Wieviele Kg des kostbaren Kerosin wurden in der Luft insgesamt verbrannt (+- 30 Kg), wenn jedes Triebwerk 30 Kg pro Minute verbraucht ?
  5. Ist dieser Flug unter Einbeziehung von zusätzlich 800 Kg Sprit für engine-start+taxi+takeoff und vorschriftsmäßig verbleibender Reserve zu schaffen?

Senden Sie Ihre stichpunktartigen Antworten in Form von

Ihr Name, Vorname, email Adresse

1 = ...
2 = ...
3 = ...
4 = ...
5 = ...

an "navchallenge@321tigers.org".

Datenschutzrichtlinie
Ihre E-mail Adresse wird zusammen mit der Antwort Mail bis zum Abschluss der Verlosung elektronisch gespeichert und danach rückstandslos gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt unter keinen Umständen! Die Adressen der Gewinner fordern wir per E-mail an. Die Gewinner werden, sofern sie nichts Gegenteiliges bestimmen, mit Name und Ort bekannt gegeben.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und viel Spaß bei der Lösung der Aufgabe!

Technischer Hinweis: Nutzen Sie das Lineal von Google Earth um Entfernungen zu messen.

Download Google Earth